Fachwerkstatt · Klasse 5 bis 10

Der Rateautomat

Kinder lernen, warum die Maschine raten muss — bevor sie ihr glauben.

In jedem anderen Modul unserer Reihe untersuchen Kinder etwas, das sich an ein Gesetz hält: Der Magnet zieht Eisen an — immer. Hier untersuchen sie zum ersten Mal ein Werkzeug, das manchmal recht hat und manchmal nicht — und in beiden Fällen genau gleich klingt. Wenn Hinsehen nicht reicht, muss man ein Prüfverfahren bauen. Genau das können sie schon.

ohne Schülerkonten in Klasse 5/6 mit fester Offenlegungsregel ohne Materialbox

Titelbild der Fachwerkstatt: links eine Strichliste mit Wortpaaren und ein Becher mit Losen, aus denen ein Satz gezogen wird, rechts drei Antwortkarten — zwei mit grünem Haken, eine mit rotem Kreuz. Darunter der Satz „Meistens stimmt es. Genau deshalb muss man prüfen."

Meistens stimmt es. Genau deshalb muss man prüfen.

Kernsatz des Moduls, Lehrer-Handbuch Kapitel 9

Der Unterschied

Ein MINT-Modul, keine Medienschulung

Das Modul bringt keine neue Kompetenz ins Haus — es richtet die vorhandene auf ein neues Objekt. Genau das ist der Unterschied zu fast allem, was es zu diesem Thema schon gibt.

Untersucht, nicht erklärt

In Station 1 baut die Klasse ein winziges Sprachmodell aus Papier: Strichliste, Lose im Becher, gewürfelte Sätze. Es entstehen Sätze, die es nie gab — und die trotzdem klingen wie deutsche Sätze. Dass die Maschine fortsetzt statt zu wissen, ist damit erarbeitet und nicht behauptet.

Gemessen, nicht diskutiert

Zehn Fragen, die die Klasse selbst prüfen kann — drei zum Nachrechnen, vier zum Nachzählen, zwei zum Nachschlagen und eine, die das Werkzeug nicht wissen kann. Am Ende hängt eine Trefferquote an der Wand, mit Werkzeug und Datum.

Geprüft wird die Prüfarbeit

Bewertet wird nicht die Antwort der Maschine. Ein Kind, dessen KI-Antwort zufällig richtig war, hat nichts geleistet; ein Kind, das eine richtige Antwort sauber nachgeprüft hat, sehr wohl.

Grafik: Strichliste mit Wortpaaren wie „auf → das" und „Der → Regen", daneben ein Becher mit Losen und ein Pfeil auf einen gewürfelten Satzanfang „Der Regen fällt …".
Station 1

Der Automat aus Papier: Aus einer Strichliste, welches Wort auf welches folgt, und einem Becher voller Lose entsteht ein Satz — ohne jedes Wissen.

Grafik: zwei gleich aussehende Sprechblasen nebeneinander, beide mit dem Hinweis „gleich sicher formuliert"; unter der linken ein grüner Haken „stimmt", unter der rechten ein rotes Kreuz „stimmt nicht".
Stunde 1

Der Einstieg: zwei Antworten, gleich sicher formuliert. Eine stimmt, eine nicht — und man hört es ihnen nicht an.

Sechs Jahrgänge

Ein Modul über sechs Jahrgänge

Ein Arbeitsblatt, das für eine Zehnjährige und einen Sechzehnjährigen gleich gut ist, gibt es nicht. Wer das behauptet, verkauft eines von beidem. Deshalb ist das Modul nicht stufenlos, sondern dreistufig — und die drei Stufen decken die Sekundarstufe I vollständig ab.

Die drei Regler über die Stufen
Regler Klasse 5/6 Klasse 7/8 Klasse 9/10
Wer bedient? Lehrkraft am Beamer, Klasse diktiert Gruppe an einem Gerät jede und jeder selbst
Was wird gefragt? Stimmt das? Wie prüfe ich das? Warum irrt es genau hier?
Was ist das Produkt? Karte, Plakat, Protokoll Prüfprotokoll Nutzungsordnung, Gutachten
Nicht verändert werden die Maschine, die Methode und die Versuche. „Lass es rechnen und rechne nach" funktioniert in Klasse 5 wie in Klasse 10. Nur die drei Regler wandern — und nur die Aufgabe dahinter wächst mit.

Zwei Module

Ein Bauplan, zwei Ausbaustufen

Beide Module sind vollständig gebaut. Sie sind hier in derselben Tiefe offengelegt wie die übrigen Mustermodule.

Bewertung

Was abgegeben werden darf

Beide Module verbieten KI nicht. Sie behandeln sie wie jede andere Quelle — mit einer Verschärfung, die didaktisch ein Geschenk ist: Wer sie benutzt, legt offen, wie.

  • Das Werkzeug wird im Text genannt und im Literaturverzeichnis geführt.
  • Der Auftrag und das Datum gehören in die Angabe — nicht nur der Produktname, sondern welche Frage gestellt wurde und wann.
  • Arbeit, die auch nur teilweise von einem KI-Werkzeug stammt, gilt ohne Offenlegung nicht als eigene Leistung.

Verschweigen ist auch dann ein Verstoß, wenn das Benutzen erlaubt gewesen wäre.

Der Satz, der an die Wand gehört — Lehrer-Handbuch Kapitel 6

Deshalb ist Station 4 „Der Auftrag" keine didaktische Zugabe, sondern die Einübung einer Form. Ein Kind, das in Klasse 6 gelernt hat, Werkzeug, Auftrag und Datum mitzuschreiben, kann das in jedem Fach und in jeder Facharbeit — ohne dass es jemand verlangen muss.

Für die Schulleitung

Vier Punkte, bevor Sie entscheiden

Es sind zwei Fragen, nicht eine.

Frage A — was abgegeben werden darf — regelt die Leistungsbewertung: Offengelegt wird, was benutzt wurde. Frage B — wer das Werkzeug bedienen darf — regeln die Nutzungsbedingungen der Anbieter, der Datenschutz und Sie. Das Modul trennt beides sauber.

Klasse 5/6 braucht keine Schülerkonten.

Die Stunden 1 bis 4 und 15 bis 24 laufen vollständig ohne Gerät. Ab Stunde 5 bedient die Lehrkraft am Beamer, die Klasse diktiert. Das ist nicht die Sparversion: Alle sehen dieselbe Antwort, und das Prüfen wird gemeinsame Arbeit statt vierundzwanzig Einzelchats.

Auch 7–10 ist ohne Freigabe unterrichtbar.

22 der 36 Stunden brauchen kein Gerät — darunter Station 8, die den fachlichen Kern trägt. Für die übrigen Stationen steht ein Notfallplan bereit: Die Lehrkraft erzeugt die Rückgaben vorher und legt sie als Ausdruck aus.

Ein Dokument veraltet, das Modul nicht.

Produktnamen, Konten, Altersgrenzen und Einstellungen stehen an genau einer Stelle: in der Werkzeug-Anlage, mit Stand-Datum. Sie wird ausgetauscht, nicht überarbeitet. Im übrigen Material steht kein einziger Produktname.

Was das Modul verlässt

Fünf Dokumente sind das eigentliche Produkt und werden danach in jedem Fach gebraucht — auch dort, wo nie über KI unterrichtet wird: die KI-Erklärung in zwei Fassungen, das Prüf- und das Änderungsprotokoll aus dem Logbuch, die Nutzungsordnung der Klasse und ab Klasse 7 zusätzlich Werkvertragskarten, Rollenkarten und Auftragsjournal.

Grafik: links das Auftragshandbuch mit Fachkarten für Mathematik, Biologie, Deutsch und Geschichte, rechts das Gutachten über ein Werkzeug mit abschließender Empfehlung.
Station 12 · Endprodukt

Was die Werkstatt verlässt: das Auftragshandbuch des Jahrgangs in 7/8, das Gutachten über ein Werkzeug in 9/10.

Grafik: ein Plakat mit der Überschrift „Unsere Nutzungsordnung" und drei Spalten — „Das mache ich selbst", „Das darf die Maschine", „Das muss ich prüfen" — jeweils mit leeren Schreiblinien.
Station 9 · Endprodukt

Die Nutzungsordnung der Klasse in drei Spalten — nicht abgeschrieben, sondern aus neun Stationen hergeleitet.

Häufige Fragen

Was Schulen zuerst fragen

Brauchen die Kinder ein eigenes Konto?

In Klasse 5/6 nein — dort bedient die Lehrkraft. Ab Klasse 7 hängt es davon ab, welche Werkzeuge Ihre Schule über welche Konten freigegeben hat; dafür gibt es in der Werkzeug-Anlage einen Abschnitt, den die Schulleitung ausfüllt. Ohne Freigabe laufen 22 der 36 Stunden trotzdem.

Was ist mit Datenschutz?

Drei Regeln werden in Stunde 1 vereinbart und hängen danach im Raum. Die zweite lautet: Wir geben keine Namen, keine Fotos und nichts Persönliches ein. Sie gilt ausdrücklich auch für die Lehrkraft, und die Kinder sehen das in Stunde 5 — das ist der wirksamere Teil der Regel.

Lernen die Kinder dann nicht mehr, selbst zu denken?

Das Modul übt das Gegenteil: In Station 5 rechnet die Gruppe zuerst selbst und vergleicht erst danach. In Station 6 entsteht die erste Fassung ohne Maschine — sonst gäbe es nichts zu vergleichen und nichts zu protokollieren. Bewertet wird das Änderungsprotokoll, nicht der Text.

Veraltet so ein Modul nicht in einem Jahr?

Der fachliche Kern sind sechs Einsichten, mehr nicht. Alles, was veraltet, steht in zwei Dokumenten mit Verfallsdatum, die ausgetauscht werden können, ohne das Modul anzufassen. Eine fertige Prompt-Liste gibt es bewusst nicht — die wäre in einem Jahr falsch und lehrt nichts.

Was, wenn die Maschine im Unterricht alles richtig beantwortet?

Dann ist die Stunde nicht gescheitert. Dann gehört an die Tafel: „Zehn von zehn. Wie lange hättet ihr weitergeprüft?" Eine hohe Trefferquote ist kein Grund zur Entwarnung, sondern der Grund für das Verfahren.

In welches Fach gehört das?

In alle MINT-Fächer und in keines allein — deshalb ist es als Fachwerkstatt gebaut. In Klasse 7–10 mit Leitfach Physik und Zweitfach Mathematik, weil Häufigkeit, Wahrscheinlichkeit und Proportionalität die quantitativen Stationen tragen.

Einblick

Offengelegt, nicht zum Herunterladen

Beide Module sind hier vollständig offengelegt — Lernweg, echte Abbildungen aus dem Material, Sprachbildung, Endprodukte und Bewertung. Das Unterrichtsmaterial selbst steht nicht zum Download bereit. Das vollständige Material erhalten Pilotschulen im Rahmen der Erprobung.

Modul 19 · Der Rateautomat

Klasse 5/6 · 24 Stunden in vier Wochen · neun Stationen · 28 Dokumente auf 206 Seiten · ohne Materialbox.

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Fachwerkstatt F1 · Chefsache

Klasse 7–10 · 36 Stunden in sechs Wochen · zwölf Stationen · 31 Dokumente auf 269 Seiten · Leitfach Physik.

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Die Fachwerkstatt im Unterricht erproben?

Merken Sie sich unverbindlich vor. Wer eines der beiden Module im Unterricht erproben möchte, geht den Weg über das Pilotprogramm — Pilotschulen erhalten das vollständige Material.

Die Vormerkung ist unverbindlich. Es erfolgt keine Bestellung und keine Zahlung. Wir informieren Sie über Pilotphase, Preis und möglichen Verkaufsstart.