Mustermodul · Modul 7.6

Pflanzen – Bau und Leistung

Woraus eine Pflanze ihre Masse baut

Modul 7.6 verbindet die Organlehre der Blütenpflanze mit der Chemie der Fotosynthese. Der Ausgangsfall ist ein fensterloser Kellerraum, in dem Kräuter angezogen werden sollen – und eine misslungene Kressekiste, obwohl täglich gegossen und rund um die Uhr beleuchtet wurde.

Klasse 7 36 Stunden · 18 Doppelstunden · 12 Stationen · 6 Wochen 161 Bewertungspunkte

Lehrkraft und Lernende an einem Tisch mit Anzuchtschalen, jungen Pflanzen, Mikroskop und Anzuchtbox; im Hintergrund ein Fenster.

Woraus baut eine Pflanze ihre Masse, und welche Bedingungen begrenzen ihr Wachstum?

Leitfrage des Moduls

Die Leitidee

Eine Pflanze baut ihre Masse aus Stoffen der Luft und des Wassers, und ihr Wachstum wird immer vom knappsten Faktor begrenzt.

Was dieses Modul besonders macht

Modul 7.6 ist das erste Modul, in dem eine Empfehlung nur dann gilt, wenn eine eigene Messreihe sie trägt. Die Lernenden bauen keine Vorrichtung, die man nur ansehen kann, sondern begründen sechs Entscheidungen mit Zahlen, die sie selbst erhoben haben.

Fachliche Grundlage

Die Konzepte, an denen das Modul hängt

Jedes Modul weist aus, an welche fachlichen Grundvorstellungen es anschließt und an welcher Station diese greifen.

Struktur und Funktion

Palisadengewebe dicht mit Chloroplasten für das Licht, Schwammgewebe locker mit Luftraum für die Gase, Spaltöffnungen unten als Verdunstungsschutz.

Stoff und Teilchen

Fotosynthese ist ein Umbau von Teilchen, keine Aufnahme fertiger Nahrung. Die Teilchen werden neu zusammengesetzt, nicht vermehrt.

Erhaltung der Masse

Die Massenbilanz macht die Erhaltung messbar: Was hineingeht, kommt in gleicher Masse wieder heraus.

Energie

Licht wird in chemisch gebundene Energie überführt und bei der Zellatmung wieder frei – im Thermosversuch als messbare Erwärmung.

System

Wurzel, Sprossachse, Blatt und Blüte arbeiten zusammen; ein einziger knapper Faktor begrenzt das ganze System.

Modellbildung und Modellgrenze

Das Bild „Pflanze = Fabrik" erklärt den Stoffumbau gut – und wird ausdrücklich begrenzt: Die Fabrik steht nachts still, die Pflanze nicht.

Der Lernweg

Zwölf Stationen in einer festen Reihenfolge

Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Zwei Ansätze brauchen Vorlauf: Der Keimversuch läuft fünf Tage und wird in Woche 1 angesetzt, die Hydrokultur braucht drei Wochen und muss spätestens in Woche 2 stehen. Wer sie vergisst, hat in Woche 5 keine Auswertung.

  • 1

    Vom Samen zur Pflanze Biologie · quantitativ

    Fünf Ansätze über fünf Tage, in denen jeweils nur eine Bedingung verändert wird. Führt Protokollform, Kontrollansatz und Prozentrechnung für das ganze Modul ein.

  • 2

    Bauplan der Blütenpflanze Biologie · qualitativ

    Wurzel, Sprossachse, Laubblatt und Blüte werden zerlegt und mit Aufgaben belegt. Bestäubung und Befruchtung werden getrennt.

  • 3

    Das Blatt von innen Biologie · qualitativ

    Fünf Schichten bei zwei Vergrößerungsstufen, festgehalten als wissenschaftliche Zeichnung mit Vergrößerungsangabe.

  • 4

    Spaltöffnungen zählen Biologie · quantitativ

    Abdruck der Blattoberfläche, Auszählen im Sichtfeld und Umrechnen auf einen Quadratmillimeter – mit Vergleich von Ober- und Unterseite.

  • 5

    Wasser im Aufzug Biologie · quantitativ

    Steiggeschwindigkeit im Färbeversuch und Wasserverlust über 24 Stunden, beides auf eine gemeinsame Bezugsgröße umgerechnet.

  • 6

    Der Stärkenachweis Chemie · quantitativ

    Nachweis im belichteten Blattteil gegen den abgedeckten Kontrollstreifen. Erwärmt wird ausschließlich im Wasserbad.

  • 7

    Der Gasnachweis Chemie · qualitativ

    Die Gase im Licht und im Dunkeln unterscheiden – jeder Nachweis dreiteilig aus Nachweismittel, Beobachtung und Schluss.

  • 8

    Die Lichtkurve Biologie und Chemie · quantitativ

    Die zentrale Messstation: sechs Abstände in zwei Reihen, je drei Messungen mit Mittelwert, daraus die Lichtempfehlung. Braucht zwei Doppelstunden.

  • 9

    Farbe und Licht Biologie · quantitativ

    Messung mit Farbfiltern und die Deutung der Blattfarbe als Folge des nicht genutzten Lichts.

  • 10

    Die Massenbilanz Chemie · quantitativ

    Wortgleichung aufstellen, Massenbilanz rechnen und damit die Vorstellung widerlegen, die Masse stamme aus der Erde.

  • 11

    Was die Pflanze braucht Biologie · quantitativ

    Fünf Hydrokulturansätze über drei Wochen; Mangelsymptome werden den fehlenden Nährsalzen zugeordnet.

  • 12

    Atmen Pflanzen auch? Biologie · Modellkritik

    Zellatmung mit zwei Nachweisen belegen und die Grenzen des Fabrikmodells benennen.

Einblicke ins Material

Was im Modul tatsächlich drinsteckt

Die folgenden Abbildungen stammen unverändert aus dem Unterrichtsmaterial des Moduls. Sie zeigen, auf welchem Niveau gearbeitet wird und wie die Fachinhalte aufbereitet sind.

Grafik: fünf Petrischalen mit Kressesamen unter verschiedenen Bedingungen, jeweils mit Angabe der Bedingung und der erreichten Keimrate; der Vergleichsansatz ist hervorgehoben.
Station 1

Fünf Keimansätze im Vergleich: In jedem wird genau eine Bedingung verändert, einer dient als Vergleichsansatz. Aus den Auszählungen entsteht die Keimrate in Prozent.

Grafik: beschrifteter Blattquerschnitt bei 400-facher Vergrößerung mit oberer Epidermis, Palisadengewebe, Schwammgewebe, unterer Epidermis, Leitbündel und Spaltöffnung.
Station 3

Der Blattquerschnitt mit seinen fünf Schichten. Die Lernenden fertigen dazu eine wissenschaftliche Zeichnung mit Vergrößerungsangabe an und ordnen jeder Schicht einen Funktionssatz zu.

Grafik: zwei mikroskopische Sichtfelder nebeneinander – Blattunterseite mit zahlreichen Spaltöffnungen, Blattoberseite ohne.
Station 4

Blattober- und Blattunterseite im direkten Vergleich. Aus der Zahl im Sichtfeld und der bekannten Sichtfeldfläche wird die Dichte je Quadratmillimeter berechnet.

Grafik: Blatt mit abgedecktem Streifen, Entfärben in Ethanol im Wasserbad und Iodprobe; der belichtete Teil färbt sich dunkel, der abgedeckte bleibt hell.
Station 6

Der Stärkenachweis in drei Schritten – mit dem abgedeckten Streifen als Kontrollteil. Erwärmt wird ausschließlich im Wasserbad.

Grafik: Diagramm mit zwei Messreihen, Abstand in Zentimetern auf der waagerechten und Blasen pro Minute auf der senkrechten Achse, mit markiertem Empfehlungsbereich.
Station 8

Die zentrale Messstation: Zwei Messreihen über sechs Abstände zeigen, an welcher Stelle das Licht und an welcher ein anderer Faktor die Rate begrenzt. Daraus folgt die Lichtempfehlung.

Grafik: fünf Pflanzen in Hydrokultur mit Höhenskala, jeweils mit fehlendem Nährsalz und beobachtetem Symptom beschriftet; der Vergleichsansatz ist hervorgehoben.
Station 11

Fünf Nährlösungsansätze nach drei Wochen. Die Wuchshöhen und die Blattsymptome zeigen, welches Nährsalz fehlt – und dass der knappste Faktor das Wachstum begrenzt.

Grafik: Waagendarstellung der Fotosynthese mit Ausgangsstoffen auf der einen und Produkten auf der anderen Seite, beide Seiten im Gleichgewicht.
Station 10

Die Massenbilanz der Fotosynthese als Waage. Ausgangsstoffe und Produkte wiegen zusammen gleich viel – daran wird die Erhaltung der Masse nachvollziehbar.

Grafik: Bauplan der Anzuchtbox mit Maßangaben, LED-Lampe an verstellbarer Aufhängung, Belüftungsöffnung, drei Pflanztöpfen und Beschriftungsschema.
Projektprodukt

Der Bauplan des Prototyps mit Maßen, Lampenaufhängung, Belüftungsöffnung und Beschriftungsschema. Der Lampenabstand ist keine Vorgabe, sondern Ergebnis der eigenen Messreihe.

Ein Ausschnitt, kein Ersatz. Ein vollständiges Modul umfasst 25 Dokumente mit zusammen rund 900 bis 1 000 Seiten. Diese Auswahl zeigt den fachlichen Anspruch und die Machart – sie ersetzt das Unterrichtsmaterial nicht. Das vollständige Material erhalten Pilotschulen im Rahmen der Erprobung.

Sprachbildung

Fachsprache wird eingeführt, nicht vermieden

Modul 7.6 hat sechs Sprachregeln, die in allen Dokumenten gelten und in der getrennt ausgewiesenen Sprachnote bewertet werden. Zwei davon tragen das Modul: die dreiteilige Nachweisformulierung und die Regel, dass jede Mengenangabe Einheit und Bezug braucht.

1 · Benennen

Stoffe und Organe werden mit ihrem Namen genannt, nicht umschrieben.

nicht „das grüne Zeug im Blatt", sondern „das Chlorophyll in den Chloroplasten des Palisadengewebes"

2 · Trennen

Beobachtung und Deutung stehen in zwei getrennten Sätzen – nie beides in einem.

In einem Beobachtungssatz darf kein „weil" vorkommen und kein Stoff, den man nur vermutet.

3 · Nachweisen

Jeder Nachweis ist dreiteilig: Nachweismittel, Beobachtung, Schluss – immer in dieser Reihenfolge.

Der Schlusssatz nennt den Stoff, nicht die Farbe.

4 · Passiv und Aktiv

Die Durchführung steht im Passiv, die Auswertung im Aktiv.

„Das Blatt wird erhitzt." gegenüber „Ich vergleiche die Färbung."

5 · Einheit und Bezug

Jede Mengenangabe trägt eine Einheit und einen Bezug. Eine Zahl allein ist keine Antwort.

nicht „viele Spaltöffnungen", sondern die Dichte je Quadratmillimeter mit Angabe der Blattseite

6 · Verbinden

Ursache und Folge werden mit einem festen Konnektor verbunden.

weil · deshalb · daraus folgt · sobald · solange · je … desto

Redemittel für jede Arbeitsform

Die Satzbausteine des Moduls liefern für jede dieser Kategorien fertige Gerüste.

  • Beobachten am Mikroskop
  • Der dreiteilige Nachweis
  • Rechnen mit Einheit und Bezug
  • Die sechs Pflichtteile des Gutachtens
  • Vergleichen von Messreihen
  • Beurteilen eines Versuchsaufbaus
  • Modellkritik in drei festen Satzanfängen
  • Präsentieren
Wortschatz und Konnektoren

Der Fachwortschatz umfasst 32 Karten, ab dieser Klassenstufe zweisprachig Deutsch und Englisch. Für eine deutsche Auslandsschule ist die englische Spalte eine Brücke: Der englische Fachbegriff ist oft bekannt, die deutsche Form mit dem richtigen Artikel muss dazugelernt werden. Fünf Wortpaare werden ausdrücklich gegenübergestellt, darunter Bestäubung und Befruchtung sowie Nährsalz und Nahrung.

Projektauftrag

Die Anzuchtbox und das Anzucht-Gutachten

Auftraggeber sind Schulleitung und Mensateam. Im fensterlosen Kellerraum sollen Salat, Kresse und Basilikum angezogen werden; ein Anbieter hat einen fertigen Anzuchtschrank angeboten.

Teil A

Die Anzuchtbox

Ein Prototyp mit reflektierender Auskleidung, Belüftungsöffnung, höhenverstellbarer Lampenaufhängung und Beschriftungsschema. Mindestens eine Pflanzenart wird darin über drei Wochen angezogen.

Teil B

Das Anzucht-Gutachten

Sechs Pflichtteile: Lichtempfehlung, Keimempfehlung, Blattgutachten, Nährlösungsempfehlung, Massenbilanz und Tag-Nacht-Bilanz. Der Prototyp ist Gruppenarbeit – das Gutachten schreibt jede Person selbst.

Teil C

Die Präsentation

Sechs Minuten mit Poster und Prototyp, dazu zwei Minuten Nachfragen. Jedes Teammitglied spricht.

Messbare Abnahmekriterien

Die Anforderungen sind in MUSS, SOLL und KANN gegliedert und quantitativ formuliert. Der Lampenabstand und die Beleuchtungsdauer sind keine Vorgaben, sondern Ergebnisse – sie müssen aus den eigenen Messreihen hergeleitet werden.

Eine Anzuchtbox erzeugt keine Pflanzenmasse. Sie stellt nur die Bedingungen bereit, unter denen die Pflanze ihre Masse selbst baut.

  • alle sechs Pflichtteile des Gutachtens vorhanden
  • die Lichtkurve enthält mindestens vier eigene Messpunkte, je Punkt drei Messungen mit Mittelwert
  • die Massenbilanz ist rechnerisch richtig
  • jede Messreihe hat einen benannten Kontrollansatz
  • die Anzuchtbox wird über drei Wochen mit mindestens einer Pflanzenart betrieben

Die Optimierungsschleife

Die Optimierungsschleife läuft in Woche 5: erster Durchlauf mit Messwert, benannte Schwachstelle, genau eine Änderung mit vorhergesagter Wirkung, zweiter Durchlauf mit derselben Messgröße und demselben Zeitraum, Vergleich beider Werte.

Eine Änderung ohne zweiten Durchlauf bringt null Punkte. Ebenso wichtig: Eine Verschlechterung ist ein vollwertiges Ergebnis, wenn sie gemessen und erklärt wird.

Aus der Unterrichtspraxis

Typische Fehlvorstellungen – und was dagegen hilft

Das Lehrerhandbuch benennt zu jeder Station den Stolperstein, der erfahrungsgemäß am häufigsten auftritt, und die Gegenstrategie.

Die Pflanze holt ihr Essen aus der Erde.

Die stärkste Vorstellung der Klassenstufe. Sie wird nicht behauptet widerlegt, sondern gerechnet – und historisch belegt.

Nährsalze sind Pflanzennahrung.

Nährsalze liefern keine Energie und kaum Masse. Sie sind Bausteine: Ohne Stickstoff wächst die Pflanze deutlich schlechter, aber sie wächst.

Pflanzen atmen nur nachts.

Der Thermosversuch zeigt es lichtunabhängig. Pflanzen atmen immer – tagsüber überwiegt nur die Fotosynthese.

Grünes Licht ist schlecht für Pflanzen.

Richtig ist: Grünes Licht wird kaum aufgenommen, sondern zurückgeworfen – deshalb sehen wir das Blatt grün.

Mehr Licht ist immer besser.

Die eigene Lichtkurve widerlegt es. Ab einem bestimmten Abstand bringt mehr Licht kaum noch Ertrag, weil ein anderer Faktor knapp wird.

Bestäubung ist dasselbe wie Befruchtung.

Zwei zeitlich getrennte Schritte – die häufigste Fehlerquelle im Test.

Differenzierung

Dieselbe Anforderung, mehr Gerüst

Die Sprachstützenfassung ist kein leichterer Inhalt, sondern dieselbe Anforderung mit mehr sprachlichem Gerüst. Die sechs Sprachregeln gelten in beiden Fassungen gleichermaßen.

Die Sprachstützenfassung enthält

  • vorgegebene Satzanfänge und eine Wortbank mit Artikel
  • vorstrukturierte Wertetabellen mit bereits eingetragenen Einheiten
  • vorbereitete Diagrammraster mit beschrifteten Achsen
  • kürzere Sätze im Fachtext und ein Randglossar-Streifen

Hilfekarten in vier Stufen

Stufe 1 · Impuls
Eine Rückfrage, die auf die Lücke zeigt: „Was bedeutet dieser Wert auf der senkrechten Achse — wovon, in welcher Zeit?"
Stufe 2 · Teilschritt
Der erste Schritt wird vorgemacht: die Werte der ersten Reihe eintragen.
Stufe 3 · Rechenweg
Ansatz und Einsetzen stehen da, das Ergebnis fehlt.
Stufe 4 · Musterlösung
Vollständige Lösung zum Abgleich.

Vier Stufen zu allen zwölf Stationen, dazu fünf Projektkarten für die typischen Projektprobleme. Die genutzte Karte wird im Logbuch angekreuzt – das kostet keine Punkte. Bewertet wird der Weg vom Hilfebedarf zur Selbstständigkeit.

Für schnelle Gruppen
  • die Spaltöffnungsdichte dreier Arten vergleichen und aus dem Lebensraum begründen
  • die Lichtkurve zusätzlich mit der Temperatur als zweitem Faktor aufnehmen
  • einen zweiten Prototyp mit rot-blauem Licht bauen und gegen den ersten testen
Für Gruppen, die mehr Zeit brauchen
  • Messreihen arbeitsteilig aufnehmen: zählen – Zeit stoppen – schreiben
  • mit vier statt sechs Gutachtenteilen beginnen; die vier Pflichtteile bleiben
  • Diagrammblätter mit fertiger Achseneinteilung ausgeben – eingetragen wird selbst

Material

Was zu diesem Modul gehört

Die Materialliste ist dreispaltig: Verbrauchsmaterial, Geräte, die in der Box bleiben, und Vorbereitung mit Vorlaufzeiten. In diesem Modul ist die dritte Spalte die wichtigste. Alle Mengen stehen doppelt – für die Klasse mit sechs Teams und für einen einzelnen Gruppentisch.

Geöffneter Materialkoffer für Modul 7.6 mit Tropfflaschen, Reagenzgläsern im Ständer, Bechergläsern, Petrischalen, Pipetten, Lupe und Lineal in beschrifteten Fächern.

Der Basis-Materialkoffer des Moduls: Nachweismittel, Glasgerät, Petrischalen, Messmittel und Beobachtungsgeräte in fester Fachaufteilung.

Geöffnete Projektmaterial-Box für Modul 7.6 mit Saatgut, Anzuchtschalen, Reflektorfolie, roten und grünen Farbfolien, Sprühflasche, Schere, Lineal und Klebeband.

Die projektspezifische Materialbox: alles für Anzucht und Prototyp – Saatgut, Anzuchtschalen, Reflektormaterial, Farbfolien und Kleinteile.

Gedruckte Materialien zu Modul 7.6: Lehrerhandbuch, Versuchsanleitungen und Stationenanleitungen, davor Wortschatzkarten zu Spaltöffnung, Keimung, Massenbilanz und Kalkwasser.

Lehrerhandbuch, Versuchsanleitungen und Stationenanleitungen, dazu die Wortschatzkarten mit Fachbegriff, Erklärung und Abbildung.

Logbuch, Fachtexte und Modulabschlusstest zu Modul 7.6, teils aufgeschlagen mit Tabellen, Blattquerschnitt und Aufgabenfeldern.

Das Schülermaterial: Logbuch als Forschungstagebuch für zwölf Stationen, Fachtexte in zwei Sprachfassungen und der Modulabschlusstest.

Die Gerätegruppen der Materialliste

Mikroskopieren und Zeichnen

Mikroskope, Objektträger, Präparierbesteck und Zeichenmaterial für die wissenschaftliche Zeichnung.

Keimen, Anziehen und Messen

Keim- und Hydrokulturgefäße, Nährlösungen, Thermometer und Kennzeichnungsmaterial.

Licht und Beleuchtungsstärke

LED-Lampen, Maßband für den Lampenabstand, Farbfilter und Zeitschaltuhr.

Nachweismittel und Lösungen

Nachweismittel für Stärke und Gase sowie Färbelösung für den Wassertransport.

Wiegen, Messen, Zeit nehmen

Waage, Messzylinder, Lineal, Stoppuhr, Millimeterpapier und Taschenrechner.

Prototypbau Anzuchtbox

Karton, Reflektormaterial, Anzuchterde, Töpfe und Kleinmaterial. Alufolie ist das meistgebrauchte Material des Moduls.

Ersatzlösungen

Zu jeder Zeile der Gerätespalte nennt die Liste eine geräteunabhängige Alternative – vom Handy am Okular statt der Mikroskopkamera bis zum Kühlschrank statt des Klimaschranks. Auch fehlende Vorlaufzeit ist abgefangen: Dann wird mit Ergebnisbildern und fertiger Wertetabelle gearbeitet, ausdrücklich als Fremdmessung gekennzeichnet.

Vorbereitung mit Vorlauf

Sechs Vorläufe bestimmen den Takt des Moduls: drei Wochen für die Hydrokultur, fünf Tage für den Keimversuch, 48 Stunden zum Entstärken der Versuchspflanze, 24 Stunden für Transpiration und Thermosgefäße, 90 Minuten für den Färbeversuch und zwei Tage Vorlauf für die Wasserpest.

Sicherheit

Sechs Regeln zum Unterschreiben in Woche 1. Das Modul kommt mit einem einzigen kennzeichnungspflichtigen Stoff aus; ein Brenner wird nirgends gebraucht, erwärmt wird ausschließlich im Wasserbad. Zu jedem Stoff sind Lagerung, Handhabung und Entsorgung ausgewiesen.

Bewertung

Wie die 161 Punkte zustande kommen

Die Bewertung ist über die gesamte Reihe gleich aufgebaut. Das macht Leistungen zwischen Modulen vergleichbar und für Lernende vorhersehbar.

Bewertungsbestandteile des Moduls
Bestandteil Punkte Erhebung
Teil A · Prototyp Anzuchtbox 25 Bau, Funktion, Sorgfalt und Dokumentation
Teil B · Anzucht-Gutachten 60 sechs Pflichtteile zu je 10 Punkten
Protokolle und Logbuch 15 laufend über alle zwölf Stationen
Optimierungsschleife 10 beide Durchläufe dokumentiert
Präsentation 21 mit Poster und Prototyp
Modulabschlusstest 30 8 Aufgaben in 45 Minuten
Gesamt 161 Projektanteil 110 Punkte · Einzelleistung 51 Punkte
Getrennte Sprachnote. Sprachliche Leistung wird eigens ausgewiesen und geht nicht in die Fachnote ein. Folgefehler werden nur einmal gewertet. Bei der Optimierungsschleife wird die Durchführung bewertet, nicht das Ergebnis.

Aus dem Material

Sätze, die den Ton des Moduls zeigen

„Eine Pflanze baut ihre Masse aus Stoffen der Luft und des Wassers, und ihr Wachstum wird immer vom knappsten Faktor begrenzt."

Leitidee des Moduls, Lehrerhandbuch Kapitel 2

„Fotosynthese ist eine Stoffumwandlung, keine Nahrungsaufnahme. Die Pflanze baut Traubenzucker, sie nimmt ihn nicht auf."

Lehrerhandbuch, „Was dieses Modul besonders macht"

„Wer sagt „die Pflanze wächst besser", hat nichts gemessen."

Modulplan, Kapitel 1

„Zuerst messen, dann simulieren. Die Simulation wird erst geöffnet, wenn die eigene Wertetabelle vollständig ist."

Lehrerhandbuch, Regeln für den Umgang mit Simulationsteilen

„Ein Keimversuch, eine Hydrokultur und eine Entstärkung lassen sich nicht am Morgen der Doppelstunde nachholen."

Materialbox, „So arbeiten Sie mit dieser Liste"
Das zweite Mustermodul. Modul 7.4 „Licht, Auge, Bild" ist in derselben Tiefe dargestellt – ein Modul mit anderem Leitfach und anderem Projektprodukt.
Licht, Auge, Bild ansehen

Interesse an diesem Modul?

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Die Vormerkung ist unverbindlich. Es erfolgt keine Bestellung und keine Zahlung. Wir informieren Sie über Pilotphase, Preis und möglichen Verkaufsstart.