Mustermodul · Modul 7.4

Licht, Auge, Bild

Optik, Sehen und das eigene Modellauge

Modul 7.4 verbindet die geometrische Optik mit der Biologie des Sehens. Aus zwei Gesetzen – Reflexion und Brechung – folgt alles Weitere: Spiegelbild, Linse, Bild und schließlich das Auge. Am Ende hat jede Person ein eigenes Modellauge gebaut, kalibriert und vermessen.

Klasse 7 36 Stunden · 18 Doppelstunden · 12 Stationen · 6 Wochen 161 Bewertungspunkte

Lehrkraft und vier Lernende an einem Optiktisch: Auf der optischen Bank stehen Lichtkasten, Sammellinse und Mattscheibe mit einem Bild darauf. An der Tafel stehen der Sehsatz des Moduls und die Bildkonstruktion an der Linse, daneben ein Poster des Auges, ein Augenmodell und die Liste des Optik-Gutachtens mit zwölf Einträgen.

Wie entsteht aus Licht ein Bild — auf der Mattscheibe, auf der Netzhaut und im Kopf?

Leitfrage des Moduls

Die Leitidee

Reflexion und Brechung sind die beiden einzigen Gesetze, die dieses Modul braucht — aus ihnen folgen Spiegelbild, Linse, Bild und schließlich das Auge.

Was dieses Modul besonders macht

Modul 7.4 ist das erste Modul, in dem eine Zeichnung selbst zum Messgerät wird. Der Lichtstrahl ist kein Gegenstand, den man vorzeigen könnte, sondern eine gedachte Linie — und trotzdem entscheidet die sauber konstruierte Linie darüber, ob eine Bildweite auf wenige Millimeter genau vorhergesagt wird.

Fachliche Grundlage

Die Konzepte, an denen das Modul hängt

Jedes Modul weist aus, an welche fachlichen Grundvorstellungen es anschließt und an welcher Station diese greifen.

Wechselwirkung

Leitkonzept der ersten Hälfte: Licht trifft auf Materie und wird zurückgeworfen, gebrochen oder verschluckt.

Struktur und Funktion

Jedes Bauteil des Auges hat eine optische Aufgabe: Hornhaut und Linse bündeln, die Pupille regelt, die Netzhaut fängt auf, die dunkle Aderhaut schluckt Streulicht.

System und Zustand

Gegenstand, Linse und Bild bilden ein System. Keine dieser Größen lässt sich allein verändern.

Modellbildung und Modellgrenze

Der Lichtstrahl wird nicht als Wahrheit gesetzt, sondern eingeführt, angewendet und ausdrücklich begrenzt.

Mathematisierung

Winkelmessung am Gradbogen, Strahlensatz beim Schatten, Verhältnisgleichung von Bild- und Gegenstandsgröße, Kehrwert im Brechwert.

Wahrnehmung als Leistung

Die Netzhaut liefert Reize, das Gehirn baut daraus ein Bild – erkennbar an blindem Fleck, Nachbild und Täuschung.

Der Lernweg

Zwölf Stationen in einer festen Reihenfolge

Sieben Stationen sind quantitativ, zwei halbquantitativ, zwei qualitativ, eine ist reine Modellkritik. Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Station 6 liefert die eigene Brennweite, Station 7 die Vorhersage der Bildweite, Station 10 den letzten Pflichtteil des Gutachtens.

  • 1

    Licht geht geradeaus – das Strahlenmodell Physik · qualitativ

    Lochkarten und Spaltblende belegen die geradlinige Ausbreitung. Der Lichtstrahl wird als Modell eingeführt – als gedachte Linie, nicht als Gegenstand.

  • 2

    Schatten messen – Kern, Halb, Finsternis Physik · quantitativ

    Kern- und Halbschatten an punktförmiger und ausgedehnter Lampe. Über den Strahlensatz wird aus Schattenlängen die Höhe zurückgerechnet.

  • 3

    Das Reflexionsgesetz Physik · quantitativ

    An der Optikscheibe werden sechs Winkelpaare gemessen. Beide Winkel immer vom Lot aus, nie von der Spiegelfläche.

  • 4

    Das Bild im Spiegel – virtuell Physik · halbquantitativ

    Bild- und Gegenstandsweite werden an drei Positionen nachgemessen. Die Schirmprobe zeigt, dass am Bildort kein Licht ankommt.

  • 5

    Brechung – und die Totalreflexion Physik · quantitativ

    Am Halbzylinder und an der Wasserwanne werden Wertepaare aufgenommen; der Grenzwinkel führt zum Lichtleiter.

  • 6

    Die Sammellinse und ihre Brennweite Physik · quantitativ

    Die Brennweite wird dreimal unabhängig im Fernobjektverfahren bestimmt. Daraus folgt der Brechwert – die Grundgröße des Projekts.

  • 7

    Bildkonstruktion und Abbildungsmaßstab Physik · quantitativ

    Fünf Wertepaare von Gegenstands- und Bildweite, Konstruktion mit Parallel-, Mittelpunkt- und Brennpunktstrahl, Prüfung des Abbildungsmaßstabs.

  • 8

    Das Auge als optisches System Biologie und Physik · quantitativ

    Zuordnung von Auge, Modellauge und Kamera: Hornhaut und Linse bündeln, die Pupille ist die Blende, die Netzhaut die Mattscheibe.

  • 9

    Netzhaut und Wahrnehmung Biologie · qualitativ

    Stäbchen und Zapfen, blinder Fleck, Nachbilder und Rasterillusionen. Sehen ist mehr als Abbilden.

  • 10

    Fehlsichtigkeit und ihre Korrektur Physik und Biologie · quantitativ

    Aus Fern- und Nahpunkt wird der nötige Brechwert berechnet. Alte, unbeschriftete Brillengläser werden selbst vermessen.

  • 11

    Farbe – Spektrum, Mischen, Filtern Physik und Biologie · halbquantitativ

    Zerlegung am Prisma, additive und subtraktive Mischung – und warum ein rotes Objekt unter grünem Licht schwarz wirkt.

  • 12

    Optische Geräte – wo das Modell endet Physik · Modellkritik

    Lupe, Kamera und Fernrohr im Strahlengangvergleich. Die vier Modellgrenzen des Moduls werden systematisch geprüft.

Einblicke ins Material

Was im Modul tatsächlich drinsteckt

Die folgenden Abbildungen stammen unverändert aus dem Unterrichtsmaterial des Moduls. Sie zeigen, auf welchem Niveau gearbeitet wird und wie die Fachinhalte aufbereitet sind.

Grafik: Lichtkasten mit drei Spalten, dahinter drei Lochkarten in einer Reihe; nur bei gerader Ausrichtung fällt Licht ins Auge.
Station 1

Der Einstieg: Drei Lochkarten in einer Reihe zeigen, dass Licht sich geradlinig ausbreitet – und begründen zugleich den Sehsatz des Moduls.

Grafik: Optikscheibe mit Gradteilung, einfallender und reflektierter Strahl am Planspiegel, Lot gestrichelt, Einfalls- und Reflexionswinkel beschriftet.
Station 3

Das Reflexionsgesetz an der Optikscheibe. Entscheidend ist, dass beide Winkel vom Lot aus gemessen werden – nicht von der Spiegelfläche.

Grafik: Strahl tritt von Luft in Glas ein und wird zum Lot hin gebrochen; darunter Totalreflexion ab dem Grenzwinkel und ein Lichtleiter mit mehrfach reflektiertem Strahl.
Station 5

Brechung am Übergang Luft–Glas mit Wertepaaren, dazu Totalreflexion ab dem Grenzwinkel und der Lichtleiter als Anwendung.

Grafik: Bildkonstruktion an der Sammellinse mit drei farbig unterschiedenen Strahlen, Brennpunkten, Gegenstands- und Bildweite sowie dem Abbildungsmaßstab.
Station 7

Die Schlüsselstation: Bildkonstruktion mit Parallel-, Mittelpunkt- und Brennpunktstrahl. Der Schnittpunkt ist der Bildpunkt.

Grafik: fernes Fenster liefert nahezu paralleles Licht, Sammellinse bündelt es auf einer Mattscheibe; darunter drei Messwerte mit Mittelwert und Abweichung.
Station 6

Brennweitenbestimmung im Fernobjektverfahren – dreimal gemessen, mit Mittelwert und größter Abweichung. Diese Zahl trägt das ganze Projekt.

Grafik: Querschnitt des Auges mit Hornhaut, Pupille, Augenlinse, Netzhaut, gelbem Fleck und Sehnerv; darunter das Modellauge mit Blende, Linse und verschiebbarer Mattscheibe.
Station 8

Die Entsprechung, um die es im ganzen Modul geht: Blende ist Pupille, Linse ist Augenlinse, Mattscheibe ist Netzhaut.

Grafik: stark vergrößerte Netzhaut mit Stäbchen und drei Zapfensorten, daneben die Lage des blinden Flecks am Sehnerv und eine Selbstversuchskarte mit Kreuz und Punkt.
Station 9

Stäbchen und Zapfen im Vergleich, dazu der blinde Fleck und ein Selbstversuch, mit dem er sich nachweisen lässt.

Grafik: vier Augenquerschnitte – kurzsichtig und weitsichtig ohne Korrektur, darunter jeweils mit Zerstreuungs- beziehungsweise Sammellinse korrigiert, Brennpunkt genau auf der Netzhaut.
Station 10

Kurz- und weitsichtig im Vergleich, jeweils mit der passenden Korrektur. Aus dem gemessenen Fernpunkt folgt der nötige Brechwert.

Grafik: Werkbank mit den Bauteilen des Modellauges – lichtdichtes Gehäuse, Auszug mit Mattscheibe, Blendenscheibe mit drei Öffnungen, Sammellinse und Skalenstreifen mit Millimeterteilung.
Projektprodukt

Die Bauteile des Modellauges auf einen Blick: Gehäuse, Blendenscheibe, Linse, Auszug mit Mattscheibe und der selbst geteilte Skalenstreifen.

Ein Ausschnitt, kein Ersatz. Ein vollständiges Modul umfasst 25 Dokumente mit zusammen rund 900 bis 1 000 Seiten. Diese Auswahl zeigt den fachlichen Anspruch und die Machart – sie ersetzt das Unterrichtsmaterial nicht. Das vollständige Material erhalten Pilotschulen im Rahmen der Erprobung.

Sprachbildung

Fachsprache wird eingeführt, nicht vermieden

Modul 7.4 hat zwei bewertete Sprachregeln. Sie gehen ausdrücklich in die Fachnote ein, nicht in die Sprachnote – mit der Begründung, dass sie nicht den Ausdruck betreffen, sondern den Gegenstand.

1 · Keine nackte Zahl, keine nackte Linie

Jede Zahl steht mit Formelzeichen und Einheit – auch in Tabellenköpfen und an jeder Diagrammachse. Jede Zeichnung trägt Lot beziehungsweise optische Achse, Richtungspfeil auf jedem Strahl, beschriftete Winkel und bemaßte Weiten.

Merksatz: „Eine Zahl ohne Einheit ist keine Antwort, und eine Linie ohne Beschriftung ist keine Zeichnung."

2 · Der Sehsatz

Die Richtung des Lichts wird sprachlich festgelegt: Licht geht vom Gegenstand aus und fällt ins Auge – niemals umgekehrt.

„Ich sehe den Gegenstand, weil Licht von ihm ausgeht und in mein Auge fällt."

Redemittel für jede Arbeitsform

Die Satzbausteine des Moduls liefern für jede dieser Kategorien fertige Gerüste.

  • Beobachten – ohne jede Erklärung
  • Messen – Größe, Zahlenwert, Einheit und Messgerät
  • Zeichnen und beschriften
  • Der Sehsatz
  • Rechnen – Formel, Einsetzen, Antwortsatz
  • Vergleichen und Zuordnen
  • Schlussfolgern und Begründen
  • Modellkritik
  • Projekt – Bau, Skalierung, Test, Optimierung
Wortschatz und Konnektoren

Dazu kommen 32 Wortschatzkarten mit Artikel, Plural, englischer Entsprechung und Beispielsatz, neun Konnektoren mit Wortstellungshinweis, eine Tabelle „Vom Alltagswort zum Fachwort" und ein Wortfeld mit zwölf Fachverben statt „machen" und „gehen".

Projektauftrag

Das Modellauge und das Optik-Gutachten

Auftraggeberin ist die Fachschaft Naturwissenschaften. Der historische Aufhänger: Kepler beschrieb 1604 als Erster, was im Auge geschieht – sein Mittel war nicht ein besseres Glas, sondern der Vergleich.

Produkt A

Das Modellauge

Eine Röhre mit mattschwarzer Innenwand als Aderhaut, auswechselbarer Blendenscheibe als Pupille, Sammellinse als Augenlinse und einem verschiebbaren Auszug mit Transparentpapier als Netzhaut – dazu ein selbst geteilter Skalenstreifen.

Produkt B

Das Optik-Gutachten

Zwölf Einträge, einer je Station, plus ein entschiedener Schlussfall. Jeder Eintrag hat fünf Pflichtteile: Messwerte, Rechnung, Strahlengangzeichnung, Ergebnis mit Abweichung und Sicherheitsstufe – und genau eine begründete Fehlerquelle.

Teil C

Die Präsentation

Sechs bis acht Minuten mit Gerät und Gutachten, danach zwei Minuten Fragen. Acht feste Teile von Auftrag und Ziel bis zu den Grenzen des Modells.

Messbare Abnahmekriterien

Die Anforderungsliste ist durchnummeriert und trägt in einer eigenen Spalte den geforderten Nachweis. Die Grundregel steht im Projektauftrag:

Ein Produkt, das eine MUSS-Anforderung verfehlt, gilt als nicht abgenommen – auch dann, wenn es sauber gebaut ist.

  • Brennweite dreimal unabhängig im Fernobjektverfahren selbst bestimmt
  • Bildweitenskala selbst geteilt, Nullpunkt in der Linsenmitte
  • zwei Scharfstellungen mit einer Abweichung von höchstens fünf Millimetern
  • Abbildungsmaßstab geprüft, Abweichung höchstens zehn Prozent
  • Kurzsichtigkeit simuliert und mit der berechneten Zerstreuungslinse korrigiert
  • Gehäuse lichtdicht, innen mattschwarz, Linse mittig und senkrecht

Die Optimierungsschleife

Zum Projekt gehört eine dokumentierte Optimierungsschleife: erster Test mit Zahl, physikalisch begründete Schwachstelle, genau eine Änderung mit schriftlicher Vorhersage, zweiter Test unter denselben Bedingungen, Vergleich. Bewertet wird die Durchführung, nicht das Ergebnis.

Eine Änderung ohne zweiten Test bringt null Punkte. Und: nur eine Änderung pro Schleife.

Aus der Unterrichtspraxis

Typische Fehlvorstellungen – und was dagegen hilft

Das Lehrerhandbuch benennt zu jeder Station den Stolperstein, der erfahrungsgemäß am häufigsten auftritt, und die Gegenstrategie.

Mein Auge schickt Sehstrahlen aus.

Der einfachste Gegenbeweis ist der dunkle Raum. Die Regel lautet: Jeder Pfeil zeigt zum Auge hin, nie vom Auge weg.

Ein Lichtstrahl ist ein dünner Faden aus Licht.

Der Lichtstrahl ist eine gedachte Linie. Macht man den Spalt ganz schmal, wird der Streifen nicht schärfer, sondern breiter und flau.

Winkel misst man von der Spiegelfläche aus.

Zweithäufigster Fachfehler: Wer von der Fläche misst, erhält den Ergänzungswinkel und findet das Reflexionsgesetz nicht.

Das Spiegelbild sitzt auf dem Spiegel.

Ein Karton an der Bildstelle bleibt dunkel, weil dort kein Licht ankommt. Die Strahlen kommen nur scheinbar von dort – deshalb gestrichelt.

Die halbe Linse macht ein halbes Bild.

Es entsteht dasselbe Bild, nur lichtschwächer: Jeder Bildpunkt wird von einem Bündel über die ganze Linsenfläche erzeugt.

Kurzsichtig heißt, man sieht schlecht.

Kurzsichtig heißt: Der Brennpunkt liegt vor der Netzhaut und der Fernpunkt im Endlichen. Nahes wird sogar besonders gut gesehen.

Differenzierung

Dieselbe Anforderung, mehr Gerüst

Die Sprachstützenfassung ist kein leichterer Inhalt, sondern dieselbe Anforderung mit mehr sprachlichem Gerüst.

Die Sprachstützenfassung enthält

  • vorgegebene Satzanfänge und eine Wortbank
  • vorstrukturierte Wertetabellen mit eingetragenen Einheiten
  • Konstruktionsblätter mit vorgezeichneter optischer Achse und eingetragenen Brennpunkten
  • kürzere Sätze im Fachtext und Worterklärungen am Rand

Hilfekarten in vier Stufen

Stufe 1 · Impuls
Eine Rückfrage, die auf die Lücke zeigt: „Welche beiden Strahlen kannst du ohne Rechnung zeichnen — und wo schneiden sie sich?"
Stufe 2 · Teilschritt
Der erste Schritt wird vorgemacht: optische Achse zeichnen, Brennpunkte beidseitig eintragen.
Stufe 3 · Rechenweg
Formel und Einsetzen stehen da, das Ergebnis fehlt.
Stufe 4 · Musterlösung
Vollständige Lösung zum Abgleich.

Vier Stufen zu allen zwölf Stationen, dazu vier Projektkarten für die typischen Bauprobleme. Die genutzte Karte wird im Logbuch angekreuzt – das kostet keine Punkte.

Für schnelle Gruppen
  • die KANN-Anforderungen umsetzen: Wasserlinse, Farbfilter, blinder Fleck auf der Mattscheibe
  • aus der eigenen Messreihe eine nicht gemessene Bildweite vorhersagen und nachmessen
  • eine zweite Optimierungsschleife durchführen und beide vergleichen
Für Gruppen, die mehr Zeit brauchen
  • Messreihen arbeitsteilig aufnehmen: einstellen – ablesen – schreiben
  • Gutachten mit sechs statt zwölf Einträgen beginnen; der Schlussfall bleibt Pflicht
  • das Modellauge in Partnerarbeit bauen – Brennweite und eine Scharfstellung macht jede Person selbst

Material

Was zu diesem Modul gehört

Die Materialbox ist für sechs parallel arbeitende Gruppen ausgelegt und in neun Kapitel gegliedert – von den Geräten, die in der Box bleiben, über das Material je Station bis zur Bestandskontrolle. Jede Mengenangabe steht doppelt: für die Klasse und für einen einzelnen Gruppentisch.

Geöffneter Materialkoffer für Modul 7.4 mit Linsen, Blendenscheiben, Farbfiltern, Lupen, Prismen, Linealen und optischen Bauteilen in beschrifteten Fächern.

Der Basis-Materialkoffer des Moduls: Linsensätze, Blenden, Farbfilter, Spiegel, optische Bauteile und Messmittel in fester Fachaufteilung.

Projektmaterial-Box für Modul 7.4 mit Röhren, Linsen, Blendenscheiben, Klebeband, Schere, Lineal und Skalenstreifen für den Bau eines Modellauges.

Die projektspezifische Materialbox: alles für den Bau des Modellauges – Gehäuse- und Auszugsröhren, Linsen, Blendenscheiben, Skalenstreifen und Werkzeug.

Gedruckte Materialien zu Modul 7.4: Lehrerhandbuch, Versuchsanleitungen und Stationenanleitungen, davor acht Wortschatzkarten zu Pupille, Lichtstrahl, Reflexion, Brechung, Sammellinse, Brennweite, Netzhaut und blindem Fleck.

Lehrerhandbuch, Versuchsanleitungen und Stationenanleitungen, dazu die Wortschatzkarten mit Fachbegriff, Erklärung und Abbildung.

Logbuch, Fachtexte und Modulabschlusstest zu Modul 7.4, teils aufgeschlagen mit Strahlengangzeichnungen und Aufgabenfeldern.

Das Schülermaterial: Logbuch als Forschungstagebuch, Fachtexte in zwei Sprachfassungen und der Modulabschlusstest.

Die Gerätegruppen der Materialliste

Licht erzeugen und begrenzen

Lichtkästen mit Netzteil, Spaltblenden, L-Blenden, punktförmige und ausgedehnte Lampen.

Messen und Zeichnen

Optikscheiben mit Gradteilung, Maßbänder, Lineale, Geodreiecke, Millimeterpapier und Rasterkarton.

Spiegeln und Brechen

Planspiegel, 45°-Spiegelpaare für das Periskop, Acryl-Halbzylinder, Prismen und Wasserwannen.

Linsen und optische Bank

Sammel- und Zerstreuungslinsensätze mit ausgewiesenem Kennwert, Mattscheiben, optische Bänke mit Reitern.

Auge und Wahrnehmung

Zerlegbare Augenmodelle, Wandbilder, Sehtafeln, Karten für blinden Fleck und Nachbilder, Farbfilterfolien.

Projektmaterial Modellauge

Gehäuse- und Auszugsröhren, Projektlinsen, Blendenscheiben, Transparentpapier, Skalenstreifen und lichtdichtes Klebeband.

Ersatzlösungen

Für zehn Geräte nennt die Materialliste eine Ersatzlösung – vom aufgedruckten Winkelmesser statt der Optikscheibe bis zum Meterstab auf Bücherstapeln statt der optischen Bank. Der Grundsatz: Die Ersatzlösung ändert die Genauigkeit, nicht die Aussage. Welche Variante verwendet wurde, wird im Logbuch notiert, damit die größere Unsicherheit später als Fehlerquelle benannt werden kann.

Vorbereitung mit Vorlauf

Der Zeitplan der Lehrkraft umfasst sechs Stufen mit Begründung – von der Absprache mit der Biologielehrkraft zwei Wochen vorher bis zum Zentrieren der Linsen am Morgen. Der wichtigste Punkt steht eine Woche vorher: ein Modellauge selbst bauen, die Skala teilen und beide Scharfstellungen durchmessen.

Sicherheit

Sechs Sicherheitsregeln, die vor dem ersten Stationstag besprochen und im Logbuch abgezeichnet werden. Laser sind ausschließlich Lehrerdemonstration. Alle Sehversuche sind ausdrücklich freiwillig, und Messwerte werden anonym notiert – das wird vor den betreffenden Stationen angesagt, nicht erst auf Nachfrage.

Bewertung

Wie die 161 Punkte zustande kommen

Die Bewertung ist über die gesamte Reihe gleich aufgebaut. Das macht Leistungen zwischen Modulen vergleichbar und für Lernende vorhersehbar.

Bewertungsbestandteile des Moduls
Bestandteil Punkte Erhebung
Produkt A · Modellauge 70 Bau und Funktion 25 · Brennweite und Bildweitenskala 25 · Genauigkeitsnachweis 20
Produkt B · Optik-Gutachten 25 zwölf Einträge 20 · entschiedener Schlussfall 5
Optimierungsschleife 15 im Logbuch dokumentiert
Präsentation 21 davon 4 Punkte rein sprachlich
Modulabschlusstest 30 8 Aufgaben in 45 Minuten
Gesamt 161 Projektanteil 110 Punkte · Einzelleistung 51 Punkte
Getrennte Sprachnote. Sprachliche Leistung wird eigens ausgewiesen und geht nicht in die Fachnote ein. Folgefehler werden nur einmal gewertet. Bei der Optimierungsschleife wird die Durchführung bewertet, nicht das Ergebnis.

Aus dem Material

Sätze, die den Ton des Moduls zeigen

„Ich sehe den Gegenstand, weil Licht von ihm ausgeht und in mein Auge fällt."

Pflichtformulierung des Moduls, Lehrerhandbuch und Satzbausteine

„Eine Zahl ohne Einheit ist keine Antwort, und eine Linie ohne Beschriftung ist keine Zeichnung."

Satzbausteine, Merksatz zu Sprachregel 1

„Zeigt jeder Pfeil meiner Zeichnung von der Lichtquelle oder vom beleuchteten Gegenstand zum Auge? Wenn nein, habe ich die Physik umgedreht."

Lehrerhandbuch, „Der zentrale Stolperstein dieses Moduls"

„Wer sagt „das Bild ist weiter hinten", hat nichts gemessen."

Modulplan, Kapitel 1

„Das Modellauge stellt scharf, indem die Netzhaut verschoben wird; das echte Auge verformt die Linse, denn der Augapfel ist starr."

Satzbausteine, Kategorie Modellkritik
Das zweite Mustermodul. Modul 7.6 „Pflanzen – Bau und Leistung" ist in derselben Tiefe dargestellt – ein Modul mit anderem Leitfach und anderem Projektprodukt.
Pflanzen – Bau und Leistung ansehen

Interesse an diesem Modul?

Merken Sie sich unverbindlich vor. Wenn Sie das Modul im Unterricht erproben möchten, ist die Bewerbung als Pilotschule der passende Weg – Pilotschulen erhalten das vollständige Material.

Die Vormerkung ist unverbindlich. Es erfolgt keine Bestellung und keine Zahlung. Wir informieren Sie über Pilotphase, Preis und möglichen Verkaufsstart.