Das NexaMINT-System

Ein Modul, das den ganzen Weg mitbringt

NexaMINT ist kein Materialpaket, sondern eine Bauweise: Jedes Modul verbindet den fachlichen Kern, den Unterrichtsverlauf, das Schüler- und Sprachmaterial, die Leistungsnachweise und die Materialliste zu einer Einheit. Diese Seite erklärt, wie das zusammenwirkt.

Der Grundgedanke

Der Aufwand im MINT-Unterricht entsteht selten beim einzelnen Versuch. Er entsteht dort, wo aus Einzelteilen eine Reihe werden soll: wenn Material an den Lehrplan angepasst, sprachlich differenziert, mit Leistungsnachweisen versehen und mit der Materialbeschaffung abgestimmt werden muss.

NexaMINT setzt genau an dieser Stelle an. Ein Modul umfasst nicht eine Stunde und nicht einen Versuch, sondern eine vollständige Unterrichtseinheit – mit allem, was dazugehört. Die Materialsets werden nicht unabhängig entworfen, sondern aus den Materiallisten der Module abgeleitet.

Der Unterschied liegt nicht in einem einzelnen Bestandteil, sondern darin, dass alle Bestandteile im selben Modul zusammenlaufen.

Die Säulen im Einzelnen

Curriculum und Lehrplanabdeckung

Grundlage ist eine Modul-Landkarte über die Klassenstufen 5 bis 10. Jedes Modul hat einen benannten fachlichen Kern, ein Leitfach und einen festen Platz in der Reihe. Für die Sekundarstufe ist zusätzlich festgelegt, wie ein Modul gebaut sein muss – von der Stundenzahl über das Testformat bis zur Dokumentenliste.

Projektbasiertes Lernen

Die Projektmodule führen zu einem Endprodukt, das die Lernenden selbst herstellen: ein Kompass, eine Isolierbox, eine Trennanlage, eine Dichtespindel. In der Sekundarstufe ist der Projektauftrag als Ingenieurauftrag formuliert – mit einer Anforderungsliste in den Stufen MUSS, SOLL und KANN und mit messbaren Kriterien statt der Formulierung „funktioniert gut“.

Zum Projekt gehört eine dokumentierte Optimierungsschleife: erster Durchlauf mit Messwert, benannte Schwachstelle, genau eine begründete Änderung, zweiter Durchlauf, Vergleich. Bewertet wird die Durchführung, nicht das Ergebnis – auch ein ehrlich dokumentierter Fehlschlag ist vollwertig.

Sprachsensibler Fachunterricht

Jedes Schülerdokument liegt in zwei Sprachfassungen vor. Die zugänglichere Fassung ist kein leichterer Inhalt, sondern dieselbe Anforderung mit mehr sprachlichem Gerüst: vorgegebene Satzanfänge, eine Wortbank mit Artikel, vorstrukturierte Wertetabellen mit eingetragenen Einheiten, vorbereitete Diagrammraster und ein Randglossar.

Ergänzt wird das durch Wortschatzkarten, Satzbausteine und Hilfekarten. In der Sekundarstufe wird die Sprachleistung getrennt von der Fachnote ausgewiesen – sie wird sichtbar, geht aber nicht in die Fachnote ein.

Systematische Fachwerkstätten

Nicht jedes Thema eignet sich für einen Projektrahmen. Für solche Themen gibt es Fachwerkstätten: Sie behandeln einen Gegenstand systematisch und sachlich, ohne ihn in eine Rahmenhandlung zu zwingen. In den Klassenstufen 5 und 6 sind drei der 18 Module bewusst so angelegt.

Passende Materialsets

Die Materialliste ist Bestandteil jedes Moduls. Sie unterscheidet wiederverwendbare Geräte von Verbrauchsmaterial, nennt Mengen je Team und je Lerngruppe und weist die Ansätze mit Vorlauf aus – also alles, was Tage oder Wochen vor der Stunde vorbereitet werden muss.

Daraus ergeben sich vier Bestandteile, die zu jedem Modul gehören: der Basis-Materialkoffer mit den wiederverwendbaren Geräten, die projektspezifische Materialbox mit dem Verbrauchsmaterial und dem Bausatz für den Prototyp, die gedruckten Lehr- und Lernmaterialien – Lehrerhandbuch, Logbücher, Wortschatz- und Hilfekarten, Bewertungsunterlagen – und die digitalen Word-Vorlagen der Schüler- und Unterrichtsmaterialien, mit denen Lehrkräfte diese an ihre Lerngruppe und ihr schulinternes Curriculum anpassen können.

Für viele Geräte ist ein gleichwertiger Ersatz aus Baumarkt, Supermarkt oder Drogerie benannt. Ein Modul soll nicht an der Geräteausstattung scheitern.

Die vier Bestandteile im Detail

Wie Projekt und Fachphase zusammenwirken

Ein Modul besteht nicht aus einem Projekt allein. Die systematischen Fachphasen laufen als Stationen parallel: Dort wird gemessen, gezeichnet, nachgewiesen und gerechnet. Das Projekt greift diese Ergebnisse auf – es ist der Ort, an dem sie eine Entscheidung tragen müssen.

An den beiden Mustermodulen lässt sich das nachvollziehen: Die Empfehlungen im Projektgutachten gelten dort nur dann, wenn eine eigene Messreihe aus den Stationen sie stützt. Die Fachphase liefert die Zahlen, das Projekt verlangt die Begründung.

Beide Mustermodule ansehen

Der Forscher-Kreis als gemeinsamer Rhythmus

Über alle Module hinweg gilt derselbe Arbeitsrhythmus mit acht Schritten. Er wird im ersten Modul der Klassenstufe 5 eingeführt und in der Sekundarstufe fortgeführt – dort mit höheren Anforderungen an Messung, Kontrollansatz und Auswertung.

Arbeitsrhythmus

Der Forscher-Kreis in acht Schritten

Übersicht des NexaMINT-Forscher-Kreises: acht Schritte von der Frage über Vermutung, Planung, Durchführung, Messwerte und Auswertung bis zum Rückblick, kreisförmig angeordnet.

Aufbau

Die sechs Bausteine eines Moduls

Jedes Modul ist gleich aufgebaut. Wer ein Modul kennt, findet sich in jedem weiteren sofort zurecht.

Lehrerhandbuch

Fachliche Einordnung, Basiskonzepte, Stationsübersicht, typische Fehlvorstellungen, Differenzierung, Bewertung, Sicherheit und Vorbereitung. Dazu Modulplan und Forschermethoden.

Unterrichtspläne

Ausformulierte Verläufe für alle achtzehn Doppelstunden des Moduls.

Schülermaterial

Projektauftrag, Experimentierkarten, Versuchsanleitungen, Fachtexte und Logbuch in zwei Sprachfassungen, Vertiefungsaufgaben, Cheat-Sheet und Hilfekarten.

Sprachmaterial

Wortschatzkarten mit Artikelfarbe, Plural, englischer Entsprechung und Beispielsatz sowie Satzbausteine für Beschreiben, Vergleichen, Begründen, Bewerten und Präsentieren.

Bewertung

Bewertungsraster, Kompetenzcheck, Modulabschlusstest in zwei Fassungen, Erwartungshorizont und Lösungen.

Material und Box

Materialliste je Station und je Team, Vorbereitung mit Vorlauf, Sicherheit, Kennzeichnung und Entsorgung.

Was NexaMINT nicht behauptet. Wir nennen keine Wirkungsversprechen und keine Lernerfolgsgarantien. Die Module sind fachlich und didaktisch sorgfältig gebaut; ihre Wirkung im Unterricht muss sich erst in der Pilotphase zeigen.

Passt dieses System zu Ihrer Schule?

Merken Sie sich unverbindlich vor oder sehen Sie sich zuerst die beiden Mustermodule an – dort ist der beschriebene Aufbau an zwei vollständigen Beispielen nachvollziehbar.

Die Vormerkung ist unverbindlich. Es erfolgt keine Bestellung und keine Zahlung. Wir informieren Sie über Pilotphase, Preis und möglichen Verkaufsstart.